Annahme
28 Jan 2010 Hinterlasse einen Kommentar
in Erkenntnisse
Woher wissen wir eigentlich, dass die Welt nicht stumm ist. Das wir als Menschen gar nicht reden, sondern uns das alles in Gedanken nur vorstellen. Das der Gegenüber gar nicht eine Stimme von sich gibt wenn er die Lippen zum Sprechen benutzt, sondern sie so formt das unser Verstand daraus eine Botschaft erstellt.
Und dann frägt man sich, wodurch kommen eigentlich Missverständnisse zustande? Demzufolge sind wir selbst dafür verantwortlich was wir hören wollen. Hören ist hierbei das falsche Wort, nennen wir es sich selbst erstellen. Wir erstellen uns selbst eine mögliche Antwort in der Stummen-Kommunikation.
Ratschläge
17 Dez 2009 Hinterlasse einen Kommentar
in Erkenntnisse
Jetzt hast du doch kein Stress mehr dann ran an den Mann, Simone!
Sagt meine Schwester am Telefon. Sie liegt mit dem Rücken auf dem Bett, die Füße angewinkelt und zu sich hingezogen. Ich liege auf einer Matraze, etwas abseits und sinniere in meinen Gedanken. Ich starre auf die dunkle Türe. Buche. Und warte darauf das etwas passiert. Das jemand durch die Tür kommt, und uns beide umbringt. Oder mit Geld überschüttet. Die komische Ikea Kugellampe hängt auch nur da. Und tut ihren Job, wie man es von einer Lampe erwartet. Alles was sie braucht ist Strom, den man bezahlt. So ‘ne Lampe ist wie ne Nutte denke ich, tut ihren Job wenn man sie bezahlt.
Funkelnde Regentropfen
10 Dez 2009 Hinterlasse einen Kommentar
in Erkenntnisse
Es war mal wieder einer dieser Arbeitstage, die sich solange ziehen, dass man sich in der finsteren Nacht immernoch im Büro lokalisiert. Es ist monoton, dieses Leben. Bisweilen kann man sehr schnell in eine melancholische Phase verfallen und sich fragen, warum macht man das eigentlich alles.
Wenn man stirbt, für was hat man eigentlich gelebt?
Im Endeffekt ist man doch nur ein Niemand auf dieser Welt gewesen, und strebte für sein persönliches Glück. Und dann kommt man immer auf den gleichen Schluss: Das Leben ist eh zu kurz, also muss man irgendwie für sich das Beste draus machen.
Das ist dann ungefähr so, wie wenn man sehnsuchtsvoll in die vor Regentropfen funkelnde, nachtschwarze Scheibe blickt und sein Spiegelbild darin sieht, dass immernoch im Büro sitzt. Und auf einmal befindet man sich wie in einem Zug, und starrt auf die düstere vorbeiziehende Landschaft.
Tage wie dieser
02 Nov 2009 Hinterlasse einen Kommentar
in Erkenntnisse
Mir fehlt ein Tag, und das fühlt sich beschissen an. Kurzum: Tage wie dieser braucht kein Mensch, aber damit ihr mitkommt fange ich mal an zu erzählen.
Es beginnt alles am Samstag, während man an Samstagen diverse Tätigkeiten von Ausschlafen bis Zimmer aufräumen nachgehen kann wird unsereins genötigt sich eine Vorlesung reinzuziehen. Somit wertet man diesen Tag automatisch als “Werktag” und nicht als “Wochenendtag”, also um 9Uhr zur Vorlesung angetreten und um 18Uhr das Gebäude verlassen. Der Abend ist dann auch gelaufen und plötzlich entdeckt man sich Sonntagsfrüh im Bett und steht gegen Mittag auf. Der Sonntag zieht vorbei, man schläft abends zum Perfekten Promi-Dinner ein, lokalisiert sich um 3Uhr früh immernoch auf dem Sofa und wandert dann ins Bett. Der Sonntag also völlig ungenutzt und es ist schon wieder Montag, es wird gegen 10Uhr aufgestanden, aufeinmal ist Mittag, aufeinmal muss man zur Vorlesung und aufeinmal ist es wieder dunkel. Vorlesungsende.
Und dann wundert man sich, wo ist der Tag geblieben? Mir fehlt ein Tag. Und darauf komme ich nicht klar. Mein Verstand kommt auf der Zeitlogik nicht klar, es fühlt sich komisch an. Ich fühle mich aus der Realität gerissen, laufe in der Nacht zum Handelshof um ein paar Einkäufe zu machen, doch ich weis nicht was. Ich weis nur, ich muss einkaufen. Durcheinander kaufe ich das Nötigste zusammen. An der Kasse dann die PIN falsch eingegeben, zu kleine Tüte mitgenommen. Es regnet. An der alten Mälzerei hole ich mein Schirm raus und laufe den Berg im Dunkeln hinauf. Es existiert nix, und doch bin ich. Mein Geist ist fit, ich fühle mich nicht müde, und doch wäre es, als wenn mir etwas fehlt…
Regenprasseln auf dem Dachfenster. Vielleicht habe ich morgen den Tag wieder realisiert, wenn diesmal die Vorlesung am morgen beginnt.
Der Sinn des Lebens
21 Jul 2009 2 Kommentare
in Erkenntnisse
Ich führe zur Zeit sehr tiefgründige Gespräche per E-Mail. Natürlich wünscht man sich doch etwas mehr intrapersonelle Kommunikation, denn die digitale Form ist nicht immer die persönlichste. Überleitung zum eigentlichen Thema: Am Sonntag Abend kam auf Pro7 der Film Paycheck. Eine Zusammenfassung erspare ich euch jetzt, aber am Ende geht es um eine Maschine mit der sich die Zukunft vorraussagen kann. Die zentrale Aussage ist, wenn man Menschen ihre Zukunft sehen lässt, verlieren sie ihre Hoffnung. Das Schicksal existiert nicht mehr und es gibt keine Entscheidungen mehr. Es werden Kriege geführt um Kriege zu verhindern.
Da ich gerne über die Vergangenheit rede, bzw. aus ihr sehr viel erzähle habe ich etwas nachgeforscht und bin auf eine erstaunliche Aussage getroffen:
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Möglichkeit in die Vergangenheit zu sehen. Wenn man sich mit Überlichtgeschwindigkeit von der Erde wegbewegen würde, so würde man das von der Erde reflektierte Licht überholen und dasjenige Licht einholen, das vor langer Zeit abgestrahlt wurde.
So könnte man bei genügend großer Geschwindigkeit und Entfernung, stehenbleiben und in Richtung Erde schauen (sofern man ein Teleskop mit ausreichender Empfindlichkeit dabei hat) und würde tatsächlich die Vergangenheit sehen, man wäre aber dennoch in der Gegenwart – nur eben weit weg.
Einen Augenblick später hatte ich eine sehr spirtuelle Erleuchtung. ![]()
Vielleicht habe ich den Sinn des Lebens erkannt, oder einfach nur etwas rumgesponnen. Ich schrieb daraufhin sehr freudig in einer E-Mail:
Ich habe den Sinn des Lebens erkannt. Er liegt nicht darin das man ständig auf der Suche danach ist und wissen muss warum das alles so ist, sondern in der Unkenntnis davon. In der Unkenntnis des Menschen davon liegt der Sinn des Lebens. Den ohne ihn hätte das Leben ja keinen Sinn. Den wenn die Zukunft bekannt ist, weis man warum und für was man gelebt hat, dann weis man in der Gegenwart den Sinn. Und somit ist alles zunichte gemacht!
Nur warum das ausgerechnet so sein muss, frage ich mich bis heute!